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Gefahren des Tauchens

Die Unterwasserwelt ist für viele Menschen sehr faszinierend und der Grund dafür weshalb sie tauchen. So viele verschiedene Lebewesen auf einem Fleck sucht man an der Erdoberfläche vergebens. Allerdings ist der Mensch nicht für ein dauerhaftes Leben unter Wasser geschaffen und ist auf technische Hilfsmittel angewiesen, um sich länger unter Wasser zu bewegen. Deshalb ist das Tauchen mit einigen Gefahren verbunden und kann bei Unwissenheit auch zu einem schnell Tod führen.

Taucherkrankheit als ernste Gefahr

Eine der größten Gefahren bei längeren Tauchgängen ist die Dekompressionskrankheit, vielen auch als Taucherkrankheit bekannt. Wenn der Mensch sich längere Zeit unter Wasser aufhält, löst sich durch den höheren Druck in der Tiefe mehr Stickstoff aus der Atemluft im Körper als an der Wasseroberfläche. Grundsätzlich geschieht dies fast bei jedem Tauchgang und im Normfall wird der Stickstoff auch problemlos über de Lunge wieder abgeben. Bei intensivieren Tauchgängen musst allerdings darauf geachtet werden, dass man nicht zu schnell wieder auftaucht. Denn beim einem zu raschem Auftauchen bildet der Stickstoff im Blut blasen. Diese können durch den Blutkreislauf bis hin zum Gehirn gelangen und dort die Blutzufuhr drosseln oder auch zu Schwellungen führen. In leichten Fällen spürt man nur ein Kribbeln, die Haut rötet sich und die Gelenke schmerzen. Allerdings können auch Sehstörungen oder Lähmungen auftreten und im schlimmsten Fall besteht sogar Lebensgefahr. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken sollte man sich genau an sogenannte Dekompressionstabellen halten, welche genaue Angaben darüber machen, wie schnell man Auftauchen darf.

Tiefenrausch hängt von der körperlichen Verfassung ab

Eine weitere Gefahr unter Wasser besteht durch den sogenannten Tiefenrausch, auch Stickstoffnarkose genannt. Dieser Zustand kann bereits bei einem Stickstoff-Partialdruck von 3,2 bar auftreten, was in etwa einer Tauchtiefe von 30 Metern entspricht. Dies ist deshalb so verwunderlich, weil bei Rekordversuchen bereits Tiefen von 133 m (Druckluft) bzw. 214 m (Apnoe) erreicht wurden. Allerdings hängt das Auftreten des Tiefenrausches auch stark von der individuellen körperlichen Verfassung ab, weshalb auch schon bei einer Tauchtiefe von 20 Metern erste Symptome auftreten können. Während eines Tiefenrausches ist das Urteilsvermögen und das logische Denken stark eingeschränkt, weshalb man sehr emotional – im positiven und im negativen Sinne – reagiert. Nachdem Tauchgang verspürt man eine anhaltende Müdigkeit.

Durch veränderte Gasgemische, zum Beispiel beim technischen Tauchen Trimix, die weniger Stickstoff enthalten, kann die Gefahr eines Tiefenrausches minimiert werden.

Barotrauma als häufigste Verletzung beim Tauchen

Das Barotrauma umfasst ein breites Feld an Erscheinungsformen. Ähnlich wie bei den anderen Krankheiten des Tauchens können hier ebenso leichte wie auch lebensgefährliche Verletzungen auftreten. Dabei kommt es grundsätzlich zu einer Schädigung von Körperteilen, wenn durch die Änderung des Außendrucks eine Volumenänderung eines luft- oder gasgefüllten Hohlraums bewirkt wird. Dies betrifft vor allen Dingen das Ohr, die Nebenhöhlen, die Zähne, das Auge, Magen und Darm und die Haut. Auf diese Körperteile kann sich der steigende Druck in der Tiefe negativ auswirken, wenn Luft eingeschlossen ist und kein Druckausgleich durchgeführt werden kann. Das kann von einer Riss des Trommelfells bis hin zu einem Lungenriss beim Auftauchen führen.

Diese drei durch das Tauchen verursachten Krankheiten sollte jeder Taucher kennen und auch wissen wie er sich aktiv dagegen schützen kann. Denn Tauchen ist zwar immer gefährlich für den Menschen, aber man kann das Risiko von Unfällen durch die richtigen Maßnahmen stark senken.

Weitere Gefahren entstehen unter Wasser natürlich durch auf diverse Meeresbewohner wie Haie oder Rochen, aber auch durch gefährliche Unterwasserströmungen, welche man meistens schlecht erkennt.

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Ingo Scheuermann

Ingo Scheuermann

Ingo ist seit Jahren begeisterter Taucher und freut sich über Tipps und neue Reiseziele unter Tauch-Seiten.de.
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